Personal-Trainer Dr. Siebenhünen

Aktuelles - Tipps für Sport bei Dunkelheit und Kälte

Wir befinden uns in der Zeit der kürzeren Tage, in der es draußen kalt und dunkel ist, oft regnet oder gar schneit. In dieser Zeit ziehen sich viele Menschen nach drinnen zurück. Dabei profitiert der Organismus enorm von der Bewegung im Freien, bei der sich die Sportarten Walking, Nordic-Walking, Laufen und Skilanglauf anbieten, denn:

  • das Immunsystem wird sehr gestärkt
  • die Temperatur-Regulation wird gleich mittrainiert
  • der Kalorien-Verbrauch ist höher als zu wärmeren Zeiten
  • das Serotonin, ein Wohlfühl-Hormon, wird in Mengen ausgeschüttet
  • das Naturerlebnis ist, gerade in Herbst und Winter, farbenfroh und schön

Auf der anderen Seite ist es so, dass in diesen Zeiten die sportliche Aktivität draußen mit erhöhten Risiken verbunden ist (z.B. Rutschgefahr, Erkältungsgefahr). Man kann jedoch mit einigen Maßnahmen diese Gefahren deutlich verkleinern:

  • Die Kleidung muss die Richtige sein, d.h. atmungs- und flüssigkeitsaktiv, und aus mehreren Schichten übereinander bestehen (Zwiebelschalen-Prinzip).
  • Auch sollte man sich nicht zu warm kleiden. Daunenjacken und Pudelmützen sind nur bei extremer Kälte angesagt, bei der man sowieso nicht mehr laufen sollte.
  • Eine dünne Mütze und Handschuhe gehören aber unbedingt dazu, da über Kopf und Hände die meiste Wärme aus dem Körper geleitet wird.
  • Um in der Dunkelheit nicht übersehen zu werden, empfiehlt es sich, beleuchtete Naturwege (z.B. in Parks) oder wenig befahrene Straßen/Radwege zu nutzen.
  • Sollte man doch Wald- bzw. Uferwege bevorzugen, sollten sich an der Kleidung bzw. den Schuhen reflektierende Streifen befinden. Man kann auch zusätzliche Reflektoren oder blinkende Leuchten an der Kleidung befestigen.
  • Günstig ist auch das Mitnehmen einer Taschenlampe oder das Tragen eines `headlights´, das wie ein Stirnband getragen wird. Vor dem Kauf sollte man aber einmal kurz ausprobieren, womit man am besten zurecht kommt.
  • Auf Schnee und Eis hat sich das Tragen von `Lauf-Spikes´ sehr bewährt. Diese gibt es im Fachgeschäft in drei verschiedenen Größen; sie werden mit einem Gummizug unter jeden gängigen Laufschuh gezogen und geben einen guten Halt.
  • Bei allem Erfindungsreichtum ist es natürlich günstig, die wichtigsten Läufe der Woche am Wochenende bzw. bei Tageslicht zu absolvieren.
  • Die richtige Atem-Technik sollte bei Kälte immer beachtet werden. Am besten nicht durch den weit geöffneten Mund einatmen, sondern den Mund geschlossen halten. Wer das nicht schafft, kann zumindest die Zunge an Gaumen und vordere Schneidezähne legen; dann wird die Luft leicht verwirbelt und kommt nicht eiskalt an die Bronchien.
  • Mehr noch als bei Wärme sollte man es zu Beginn des Trainings langsam angehen lassen. Muskeln, Sehnen und Bänder brauchen eine gewisse Zeit (etwa 10 min.) bis sie auf Betriebstemperatur sind.
  • Nach dem Training ist darauf zu achten, schnell in geschlossene Räume zurück zu kehren, um nicht auszukühlen. Das Dehn-Programm nachher kann auch in der warmen Diele oder vor dem, schon laufenden, Fernseher gemacht werden.

Beherzigt man diese Tipps, ist das Training auch bei Kälte ein sehr schönes Erlebnis. Man kann an seine Ziele denken, (z.B. einen Frühjahrs-Lauf, in Herbst und Winter wenig bzw. gar keine Form zu verlieren, über die Feiertage nicht zuzunehmen), sich abhärten (Husten Schnupfen und grippalen Infekten keine Chance zu geben) und sich wohl, schlank, fit und frisch fühlen.

Viel Spaß dabei!

Sport bei Dunkeheit und Kälte